Portrait Wilhelm S. Feldberg | © Medical Research Council, National Institute for Medical Research – MRC NIMR, London

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Wilhelm S. Feldberg

Wilhelm S. Feldberg (Hamburg 1900-1993 London), PD am Physiologischen Institut, 1933 als Jude entlassen.

Er emigrierte noch im selben Jahr nach England, 1935 nach Australien und kehrte 1938 nach London zurück. Seine Voraussage zu Hitler: „Der wird’s nie schaffen“ soll er korrigiert haben: „Was kann ich dafür, dass die Geschichte Fehler macht?“ Die Methode zur Messung der an Nervenenden freigesetzten Überträgersubstanzen stammt von ihm, er erforschte die Grundlagen der Erregungsübertragung, wurde einer der Väter der Neurotoxikologie und forschte über Wechselwirkungen zwischen Gehirn und hormonproduzierenden Drüsen.

1949 ging die Nachfolge von Henry H. Dale als Head of Division Physiology/Pharmacology, National Institute of Medical Research, London, an ihn. Seine von der FU Berlin reaktivierten Wiedergutmachungszahlungen legte er in der Feldberg Foundation for anglo-german scientific exchange an, die bis heute deutsche und englische Wissenschaftler fördert.

(Text: Udo Schagen, 2013)

Portrait Wilhelm S. Feldberg | © Medical Research Council, National Institute for Medical Research – MRC NIMR, London

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