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01.02.2019

Neuauflage ist online: „Die Charité im Dritten Reich. Zur Dienstbarkeit medizinischer Wissenschaft im Nationalsozialismus“

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Neuauflage ist online: „Die Charité im Dritten Reich. Zur Dienstbarkeit medizinischer Wissenschaft im Nationalsozialismus“

Das Interesse an der Geschichte der medizinischen Wissenschaft in der Zeit des Nationalsozialismus ist weiterhin groß. Das Buch „Die Charité im Dritten Reich. Zur Dienstbarkeit medizinischer Wissenschaft im Nationalsozialismus“ ist seit Langem vergriffen und der Ferdinand Schöningh Verlag sah sich leider nicht imstande, eine Neuauflage zu verwirklichen.

Ab Januar 2019 steht eine überarbeitete Auflage online zur Verfügung:
https://charite.zeit-archiv.de, die wie eine Open-Access-Fassung genutzt werden kann
.

Unter der Überschrift „Kontexte“ finden sich auch bisher unveröffentlichte Interviews der RBB-Regisseurin und Drehbuchautorin Dagmar Wittmers mit Udo Schagen.

Jeder Aufsatz schließt mit einer Zusammenfassung in Englisch.
Der Inhalt des Buches kann in verschiedenen Fassungen genutzt werden: Online, als Download für alle E-Reader sowie als pdf-Datei.Dem Nutzer entstehen, auch beim Ausdruck, keinerlei Kosten.

Am Beispiel der größten deutschen Fakultät und einer großen Zahl von Kliniks- und Institutsdirektoren sind die Autoren, paradigmatisch, Fragen nachgegangen wie:

  • Wie hat sich medizinische Wissenschaft zu Forderungen der NS-Gesundheitspolitik verhalten?
  • Wie haben sich bedeutende Repräsentanten der Medizin zu Ausgrenzung und Verfolgung gestellt?
  • Was war ihre Antwort auf das Gesetz zur Zwangssterilisation „Erbkranker“?
  • Waren sie an medizinischen Verbrechen, wie den „Euthanasie“-Aktionen und den Experimenten an Menschen beteiligt?

Dank Dipl. Ing. Harald Riedel, A (R) T®, ist es jetzt möglich, das gesamte Buch in einer überarbeiteten Fassung über das Internet abzurufen. Es erscheint in einer dem neuen Medium angepassten Form. In den Beiträgen können damit neben den Möglichkeiten der Druckfassung (Bilder, Fußnoten, Register) zahlreiche neue Eigenschaften und Möglichkeiten genutzt werden: farbige Bilder, Lesebuch-/E-Book-Edition in zahlreichen Formaten, umfassende Suchfunktionen, Notizen, veränderbare Markierungen, Einfügen von Kommentaren, Ausdrucke abschnitts- oder seitenweise etc..

Der Vorstandsvorsitzende der CharitéUniversitätsmedizin Berlin, Prof. Dr. med. Dr. h. c. Karl Max Einhäupl, hat zur Neuauflage freundlicherweise ein Geleitwort geschrieben, in dem er auch auf die Verflechtung des Projekts mit der GeDenkOrt-Webseite der CharitéUniversitätsmedizin Berlin hinweist - gedenkort.charite.de.

Der Band soll nicht nur weiterhin zur Beschäftigung mit der Medizin im Nationalsozialismus und ihrer Enthumanisierung als Teil der Wissenschaftsgeschichte anstoßen, sondern auch zur grundsätzlichen Auseinandersetzung um Fragen ärztlicher und wissenschaftlicher Verantwortung beitragen. Dies scheint notwendig, weil sich die Paradigmen, die Denkweisen und Denkmuster der wissenschaftlichen Medizin seit dem Kaiserreich, über die Weimarer Republik, den Nationalsozialismus und die beiden deutschen Nachkriegsstaaten bis heute nur wenig verändert haben.

Inhaltliche Kritik und auch Anregungen zur Verbesserung der technischen Nutzung sind willkommen.

Links

zur Online-Publikation „Die Charité im Dritten Reich. Zur Dienstbarkeit medizinischer Wissenschaft im Nationalsozialismus“

Kontakt

Dr. Sabine Schleiermacher und Dr. Udo Schagen



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