Veranstaltung

24.01.2017

2. Vorlesung der Reihe "Wissenschaft in Verantwortung"

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Fach- und Laienpublikum

Der "GeDenkOrt.Charité – Wissenschaft in Verantwortung" befasst sich mit Medizin und Wissenschaft im 19. und 20. Jahrhundert, erörtert aber auch Wissenschaftsfragen der Gegenwart und künftige Perspektiven.

Vortrag: "Wir wollten ins Verderben rennen – Die Geschichte des Sozialistischen Patientenkollektivs Heidelberg (SPK) (Buchvorstellung)"

In dieser Veranstaltung stehen Fragen der Selbstorganisation einer Patientengruppe an der psychiatrischen Poliklinik der Universität Heidelberg aus Protest gegen die Entlassung ihres Arztes Wolfgang Huber im Februar 1970 im Vordergrund sowie die Entwicklung einer Krankheitstheorie, nach der die Bekämpfung psychischer Krankheit nur in der Abschaffung der krankmachenden Gesellschaft bestehen könne. Die Auseinandersetzung mit der Medizinischen Fakultät eskalierte, das SPK bediente sich einer zunehmenden radikalen Rhetorik. Der Konflikt gipfelte im Juni 1971 in der Verhaftung mehrerer SPK-Mitglieder. Die Geschichte des SPK steht für eine Verbindung von Kritik an der Psychiatrie und Studentenbewegung.

Begrüßung: Prof. Dr. Dr. Andreas Heinz,
Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, CCM

Organisatorisches

Referenten:

Prof. Dr. Christian Pross,
ehem. Leiter des Behandlungszentrums für Folteropfer, Berlin
Autor des Buches über die Geschichte des Sozialistischen Patientenkollektivs

Stefanie Berger,
ehem. Patientin des SPK, Heilpraktikerin für Psychotherapie

Veranstalter:

CharitéUniversitätsmedizin Berlin

Zeit:

Dienstag, 24. Januar 2017, 18:00 bis 20:00 Uhr

Ort:

Hörsaal der Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neurologie
Campus Charité Mitte
Geländeadresse: Bonhoefferweg 3

Kontakt

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