Das Bild zeigt einen Teil des Vorplatzes Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Nervenheilkunde am Campus Charité Mitte.
GeDenkOrt.Charité: Vorplatz Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Nervenheilkunde am Campus Charité Mitte, Foto: Maren Bredereck / Charité

GeDenkOrt.Charité: Die Menschen

Auf den folgenden Seiten werden Persönlichkeiten vorgestellt, die während des Nationalsozialismus aus der Charité ausgegrenzt, vertrieben oder ermordet wurden:

  • Namen und Geschichte(n) von Menschen sowie
  • deren Werk und Wirken von 1933 bis 1945.

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Ausgrenzung und Vertreibung an der Charité: verfolgte Mitarbeiter 1933 bis 1945

In der seit Mendelssohn und Lessing auch von Liberalität gekennzeichneten Großstadt Berlin waren jüdische Ärzte weit zahlreicher vertreten als im Reichsgebiet insgesamt. Während der Anteil der deutschen Juden an der Gesamtbevölkerung unter einem, in Berlin unter vier, Prozent lag, umfasste er bei den Berliner Kassen- und Krankenhausärzten fast die Hälfte.

Auch sie waren eher konservativ und deutschnational, viele waren im Ersten Weltkrieg zu dekorierten Frontkämpfern geworden. Staatsbeamter und hauptamtlicher Hochschullehrer zu werden, war aber für sie trotzdem kaum möglich. Die Zahl der Habilitierten mit Lehrbefugnis Privatdozenten (PD) und außerordentliche Professoren (a.o. Prof.) – und mit hauptamtlicher Tätigkeit außerhalb der Universität war aber groß. Als Mitglieder der Medizinischen Fakultät der Berliner Universität stellten sie die Hälfte aller Lehrenden.

Der Tag der Entlassungen

Die Verfolgungen begannen lange vor 1933. National(sozial)istisch orientierte Studenten wurden von der Studentenmehrheit unterstützt und machten jüdischen Professoren die Lehrtätigkeit zunehmend unmöglich. Die Entlassungen vollzogen die Direktoren und Institutsleiter selbst am 31. März 1933 – noch vor Inkrafttreten der Rassegesetze. In den Fakultätsprotokollen finden sich keinerlei Bedenken gegen die rassenpolitischen Maßnahmen der Regierung. Im Gegenteil: Man wollte sich "loyal" verhalten und die Kündigungen "noch am selben Tage zustellen". Die Lehrbefugnisse wurden wenig später entzogen und die Hochschullehrer damit aus dem Lehrkörper entfernt.

Dies waren nur die ersten Schritte der Verfolgung und der Vernichtung beruflicher Existenz. Auch die Ärztlichen Standesvereinigungen hatten schnell reagiert: Sie entfernten "Juden und Marxisten aus den Vorständen und Ausschüssen". Die "Tätigkeit von Kassenärzten nicht-arischer Abstammung sowie von Kassenärzten, die sich im kommunistischen Sinne betätigt haben" fand am 22. April 1933 ein Ende. So konnten die aus Kliniken und Instituten entlassenen Ärzte auch in den Praxen nicht mehr ihre Kassenpatienten behandeln.

Die Zusammenarbeit mit "arischen" Ärzten (Vertretung, Überweisungen u. Ä.) war ebenfalls verboten. Nicht hauptamtlich an der Universität tätige jüdische Wissenschaftler, z. B. Chefärzte anderer Krankenhäuser, entließ man ebenfalls noch im Sommer 1933. Ab 1938 konnten jüdische Ärzte auch keine Ersatzkassen-Patienten und dann grundsätzlich keine "Arier" mehr behandeln. Der Entzug der Approbation folgte. Bald begann die physische Verfolgung. Späte Emigrationsversuche schlugen oft fehl: Wer nicht emigrieren konnte oder wollte, wurde deportiert und zumeist in den Tötungslagern ermordet.

Große Forschungslücken

Die hier wiedergegebene Liste von Personen beschränkt sich auf die der Medizinischen Fakultät der Universität und der Charité angehörenden Hochschullehrer (> 160) sowie auf wenige Assistenten und andere Beschäftigte (< 30), die nach dem derzeitigen Kenntnisstand aus rassischen und politischen Gründen verfolgt wurden.

Die Forschung zu letzteren Gruppen sowie zur großen Zahl der ebenfalls aus gleichen Gründen exmatrikulierten Studenten ist erst gefordert; die Charité sollte sich diesem Desiderat in Zukunft stellen. Die geringe Zahl von Frauen in der Liste repräsentiert den damaligen Stand ihrer Karrieremöglichkeiten. Auch die Kenntnis über spätere Lebenswege der verzeichneten Professoren weist große Lücken auf – oft kennen wir nicht einmal das Todesdatum.

(Text: Udo Schagen, 2013)

Biographien ausgewählter Persönlichkeiten

Selmar Aschheim (Berlin 1878-1965 Paris) arbeitete seit 1908 im biologisch-histologischen Labor der Charité-Frauenklinik bei Robert Meyer (1864-1947), wurde dort dessen Nachfolger und bald auch Leiter der Gynäkologischen Poliklinik.

Gemeinsam mit dem später ebenfalls vertriebenen, nach Palästina emigrierten Gynäkologen Bernhard Zondek (1891–1966), entdeckte er das Hormon schwangerer Frauen im Urin, entwickelte den ersten zuverlässigen Schwangerschaftstest und legte die Grundlagen unseres Wissens der Keimdrüsenhormone. Mehr ...

Liselotte Paradis wurde am 25. September 1907 in Berlin als Tochter des Arztes Dr. med. Abraham Paradis und der Hausfrau Helene Paradis geboren. Abraham Paradis war Mitglied der jüdischen Gemeinde. Er verlor zum 1. Oktober 1938 seine Approbation als Arzt. Als sogenannter Krankenbehandler durfte er fortan nur noch jüdische Patienten betreuen und versorgte seine Glaubensgenossen in zehn jüdischen Altersheimen und einem jüdischen Taubstummenheim ehrenamtlich. Helene Paradis galt nach den Nürnberger Gesetzen als arisch. Bevor sie heiratete, arbeitete sie als Krankenschwester in Magdeburg im Krankenhaus Bethanien. Die Ehe der Eltern von Liselotte Paradis galt als Mischehe. Mehr ...

Im Jahre 1936 musste die im Oktober 1896 in Berlin geborene Käthe Beutler emigrieren. Sie selbst sagte über den Zeitpunkt ihrer Emigration: "Als eine Mutter, die immer mit ihren Kindern zu mir gekommen war, eines Tages sagte: 'Sie dürfen meine Kinder nicht mehr untersuchen, weil Sie eine jüdische Ärztin sind', war mir plötzlich klar, daß es Zeit war zu gehen." In den USA erhielt sie 1937 eine Lizenz als Pediatrician und betrieb von 1937 bis 1962 eine Privatpraxis in Wisconsin. Nach dem Tod ihres Mannes Dr. Alfred Beutler (1891-1962) lebte sie mit der Familie ihres Sohnes Prof. Ernest Beutler in La Jolla/Kalifornien, wo sie im Februar 1999 verstarb. Mehr ...

Ferdinand Blumenthal (Berlin 1870 – 1941 westlich Narvas/Estland) wurde nach dem Medizinstudium und der Promotion Assistenzarzt in der I. Medizinischen Universitätsklinik Berlin. Neben der klinischen Ausbildung zum Internisten bearbeitete er Fragestellungen der physiologischen Chemie. Im November 1899 habilitierte er an der Berliner Friedrich-Wilhelms Universität und erhielt 1905 eine außerordentliche Professur. Mehr ...

Franz Blumenthal (Berlin 1878–1971 Ann Arbor/USA). Fachärztliche Ausbildung in der Universitäts-Hautklinik der Charité bei Edmund Lesser. Er wurde 1919 habilitiert, 1922 zum a.o. Professor ernannt und leitete die Klinik von 1929 bis 1932 kommissarisch. Seit 1930 war er auch Ärztlicher Direktor der Heilstätte für Hauttuberkulose ("Lupusheilstätte") in Müncheberg/Mark Brandenburg. Mehr ...

Geboren 1858 in einem kleinen Ort im früheren Posen in Westpreußen in einer jüdischen Familie begann Ismar Boas nach dem Abitur an der Berliner Universität das Medizinstudium. Dort – angeregt durch die Vorlesungen Carl Anton Ewalds – interessierten ihn frühzeitig Fragen der Verdauungsphysiologie und -pathologie. Boas studierte in einer Zeit Medizin, in der sich ein grundlegender Paradigmenwechsel in der Medizin vollzog. Mehr ...

Moritz Borchardt (Berlin 1868–1948 Buenos Aires), absolvierte seine Facharztausbildung bei Ernst von Bergmann in der I. Chirurgischen Universitätsklinik (Ziegelstraße), 1905 a.o. Professor, 1906 Chefarzt der Chirurgischen Klinik des Rudolf Virchow Krankenhauses Berlin-Wedding, 1920 Direktor der III. Chirurgischen Universitäts-Klinik im Städt. Krankenhaus Berlin Moabit. Pionier der Neurochirurgie: operierte als Erster erfolgreich einen Kleinhirnbrückenwinkeltumor, entwickelte die "Borchardt’sche Fräse" zur Öffnung der Schädeldecke (Grundlage moderner Trepanationsgeräte), erweiterte das Wissen über die peripheren Nerven. Mehr ...

Rhoda Erdmann (Hersfeld 1870-1935 Berlin) gehörte, nachdem ihr 1913 als Frau die Habilitation vom Preußischen Kultusministerium verwehrt wurde, während eines mehrjährigen USA-Forschungsaufenthaltes 1915 „als erste Frau dem Lehrkörper der Graduate School in Yale“ an. 1920 an der Berliner Philosophischen Fakultät als Biologin habilitiert, dann auch von der Medizinischen Fakultät anerkannt, war sie seit 1924 a.o. Professorin und Leiterin des Universitätsinstitutes für experimentelle Krebsforschung in der Charité. Mehr ...

Wilhelm S. Feldberg (Hamburg 1900-1993 London), PD am Physiologischen Institut, als Jude 1933 entlassen. Er emigrierte noch im selben Jahr nach England, 1935 nach Australien und kehrte 1938 nach London zurück. Seine Voraussage zu Hitler: "Der wird’s nie schaffen" soll er korrigiert haben: "Was kann ich dafür, dass die Geschichte Fehler macht?" Die Methode zur Messung der an Nervenenden freigesetzten Überträgersubstanzen stammt von ihm, er erforschte die Grundlagen der Erregungsübertragung, wurde einer der Väter der Neurotoxikologie und forschte über Wechselwirkungen zwischen Gehirn und hormonproduzierenden Drüsen. Mehr ...

Heinrich Finkelstein, (Leipzig 1865–1942 Santiago de Chile), 1899 PD und später a.o. Professor der Universitäts-Kinderklinik, 1902–1918 Leiter des Berliner Kinderasyls und Städtischen Waisenhauses, anschließend Ärztlicher Direktor des städtischen Kaiser- und Kaiserin-Friedrich-Kinderkrankenhauses (Kinderklinik Wedding), wo er wesentlich zur Senkung der  hohen Säuglingssterblichkeit und zur Aufdeckung der Hospitalismus-Ursachen beitragen konnte. Sein "Lehrbuch der Säuglingskrankheiten" war in zahlreichen Auflagen von 1905 bis 1941 ein Standardwerk. Mehr ...

Paul Fraenckel, (Neapel 1874–1941 Berlin), nach ärztlicher Weiterbildung an der Medizinischen Universitätsklinik in Göttingen, der II. Medizinischen Klinik der Charité und der Unterrichtsanstalt für Staatsarzneikunde der Universität Berlin Habilitation 1909, seit 1914 Professor, 1914-1919 Stabsarzt im Ersten Weltkrieg, Gerichtsarzt beim Berliner Polizeipräsidenten, 1921 a.o. Professor und 1929/30 kommissarischer Leiter des Instituts für gerichtliche Medizin der Berliner Universität, Nachfolger von Fritz Strassmann. Sein Forschungsschwerpunkt waren die physikalisch-chemischen Eigenschaften des Blutes insbesondere nach Vergiftungen. Mehr ...

Rahel Hirsch (Frankfurt/M. 1870–1953 bei London) legte 1889 das Examen am Lehrerinnenseminar Wiesbaden ab. Im Gegensatz zu anderen Ländern war im Deutschen Reich ein Medizinstudium für Frauen noch nicht möglich. Sie begann 1899 in Zürich Medizin zu studieren, setzte ihr Studium später in Leipzig und Strassburg fort und erhielt 1903 den Medizinischen Doktorgrad. Der Direktor der Klinik, Friedrich Kraus (1858–1936), stellte sie als Assistenzärztin in der II. Medizinischen Klinik der Berliner Universität in der Charité ein. Sie war damit die zweite in der Charité angestellte Ärztin in der Geschichte des Krankenhauses. Mehr ...

Hans Hirschfeld wurde am 20. März 1873 in Berlin geboren. Nach seinem Medizinstudium arbeitete er 1897 am Moabiter Krankenhaus. Sein frühes Interesse an Fragen der Bluterkrankungen führte ihn bald in die Berliner Hämatologische Gesellschaft, die 1908 auf Bestreben von Artur Pappenheim (1870–1916) gegründet wurde. Mit Artur Pappenheim teilte er das wissenschaftliche Interesse, Blutzellen differenziert anzufärben. Als 1910 Prof. Georg Klemperer die Leitung des sehr fortschrittlichen Krebsinstituts der Charité nebenamtlich angetragen wurde, übertrug er Hans Hirschfeld die Leitung des Labors und später die ambulante Patientenbetreuung. Mehr ...

Edith Jacobson wurde 1897 in eine in Haynau (Schlesien) lebende, aufgeklärte, jüdische Arztfamilie geboren. Sie studierte ab 1917 Medizin in Jena, München und Heidelberg, wo sie 1923 in Kinderheilkunde promovierte. 1926/27 hatte sie eine Stelle in der von Karl Bonhoeffer geleiteten Psychiatrischen und Nervenklinik, wo man "ausgezeichnet klinische Psychiatrie lernte", aber die Psychoanalyse besser unerwähnt ließ. Ihre Psychoanalytische Ausbildung begann sie an Magnus Hirschfelds Institut für Sexualwissenschaft. Mehr ...

Lothar Kalinowsky , 1899 in Berlin geboren, absolvierte 1922 seine ärztliche Prüfung in Berlin. In seiner an Karl Bonhoeffer geschriebenen Bewerbung hatte Kalinowsky betont, dass er sich in seiner nervenärztlichen Ausbildung insbesondere "möglichst gründliche organisch-neurologische Kenntnisse anzueignen" bemüht habe. Doch trotz Bonhoeffers Forschungsschwerpunkt der symptomatischen Psychosen, reichte dies aber damals nicht für eine bezahlte Stelle. So nahm Kalinowsky eine unbezahlte Volontärsstelle an der Nervenklinik der Charité bei Bonhoeffers Oberarzt Hans-Gerhard Creutzfeld an. Mehr ...

Esther Eugenie Klee-Rawidowicz (Bonn 1900–1980 Waltham/USA) studierte Zoologie, Botanik und allgemeine Biologie. Sie wurde 1925 in Münster promoviert und kam im gleichen Jahr als Assistentin an Rhoda Erdmanns Berliner Abteilung für experimentelle Zellforschung. 1927 wechselte Klee-Rawidowicz zu Ferdinand Blumenthal an das Universitätsinstitut für Krebsforschung an der Charité und etablierte ein Labor für Gewebezüchtung, das 1929 zur Abteilung unter ihrer Leitung wurde. Sie befasste sich mit dem Wachstum, der Morphologie und den Eigenschaften von Tumorzellen in in-vitro-Kulturen und forschte nach Faktoren, die eine maligne Zellproliferation vermitteln. Mehr ...

Geboren wurde Franz Kramer 1878 in Breslau in eine liberale jüdische Kaufmannsfamilie. In seiner Geburtsstadt absolvierte Kramer das Gymnasium und das Medizinstudium an der "Königlich-Preußischen Universität", wo er 1901 auch seine Approbation erhielt und im darauf folgenden Jahr bei Carl Wernicke mit einer Arbeit über Rückenmarksveränderungen bei Polyneuritis promovierte. Kramer habilitierte sich bei Bonhoeffer, 1907 mit einer Arbeit über "Elektrische Sensibilitätsuntersuchungen mittels Kondensatorenladungen". Mehr ...

Otto Krayer (Köndringen/Freiburg i. Br. 1899–1982 Tucson/USA), a.o . Professor und kommissarischer Direktor des Institutes für Pharmakologie der Universität Berlin. Im Sommer 1933 hatte Krayer einen Ruf auf den Pharmakologie-Lehrstuhl in Düsseldorf erhalten, dessen Inhaber als Jude vertrieben worden war. Der erst 34jährige Krayer lehnte den Ruf ohne Zögern ab. Kein anderer Wissenschaftler hatte der Verlockung, einen durch Vertreibung frei gewordenen Lehrstuhl zu übernehmen, widerstanden oder in diesem Zusammenhang Protest angemeldet. Mehr ...

Arthur Kronfeld wurde 1886 in Berlin geboren. Medizin studierte er in Jena, München, Berlin und Heidelberg. Ab 1907 engagierte sich Kronfeld in der vom Göttinger Philosophen Leonhard Nelson gegründeten "Neuen Fries'schen Schule". Aufgrund seiner künstlerisch-schriftstellerischen Neigung kam er mit Kurt Hiller – einem späteren Mitarbeiter Magnus Hirschfelds – in Kontakt. 1909 promovierte Kronfeld zum Dr. med. bei dem Psychiater Franz Nissl und begann seine nervenärztliche Ausbildung in Heidelberg. 1912 promovierte er zum Dr. phil. mit einer experimentalpsychologischen Arbeit bei August Messer in Gießen. Mehr ...

Paul Lazarus (Czernowitz 1873–1957 Locarno), Assistenzarzt  in Wien und (ab 1901) in der Medizinischen Klinik der Charité bei Ernst von Leyden (1832 - 1910). Habilitation 1903, Titularprofessur 1907, 1921 a.o. Prof. für Innere Medizin. 1907–1910 Institut für Krebsforschung an der Charité: nach Leydens Tod Leiter von dessen Privatklinik in Tiergarten und Grunewald; daneben ab 1907 Chefarzt am St. Marien-Krankenhaus, ab 1930 im neu errichteten St. Antonius-Krankenhaus. Als Pionierleistung der modernen Radioonkologie gelten seine Forschungen zur Wirksamkeit der Radiumbestrahlung und vor allem sein „Handbuch der Strahlentherapie". Mehr ...

Ernst Mislowitzer (Schneidemühl/Piła 1895–1985 New Haven) absolvierte ein Medizin- und ein Chemiestudium. 1920/21 war er bei Ernst Salkowski in der Chemischen Abteilung des Instituts für Pathologie der Charité tätig und gehörte seit Januar 1922 zum Mitarbeiterkreis des Biochemikers Peter Rona. Habilitiert mit einer Arbeit "Über Autolyse – Physiologische und pathologisch-chemische Untersuchungen", erhielt Mislowitzer 1926 die Lehrbefugnis für das Fach Physiologische und pathologische Chemie. 1929 wechselte er als Leiter des Labors an die II. Medizinische Universitätsklinik der Charité zu Gustav von Bergmann. Mehr ...

Arthur Nicolaier (Cosel/Oberschlesien 1862–1942 Berlin), entdeckte im Alter von 22 Jahren als Medizinstudent das Clostridium tetani, den Erreger des Wundstarrkrampfs, der noch heute im Englischen als Nicolaier's Bacillus und im Französischen als Bacille de Nicolaier bekannt ist. Ab 1901 war er in Berlin als a.o. Prof in der Medizinischen Klinik der Universität tätig. In Zusammenarbeit mit Schering entwickelte er das Harnwegsdesinfiziens Urotropin und war beteiligt an der Entwicklung des Antirheumatikums Atophan; beide Mittel wurden jahrzehntelang erfolgreich eingesetzt. Mehr ...

Rudolph Nissen (Neisse/Schlesien 1895–1981 Basel) kam 1927 mit seinem Chef Ferdinand Sauerbruch (1875-1951) von München nach Berlin und wurde Erster Oberarzt und a.o. Professor an der Chirurgischen Universitätsklinik in der Charité. Er entwickelte zahlreiche Verfahren für komplizierte Oberbauch- und Brustkorboperationen: ihm gelang als erstem in der Welt die Resektion eines ganzen Lungenflügels. Obwohl Sauerbruch versuchte, ihn zum Bleiben zu überreden, als er 1933 wegen seiner jüdischen Herkunft seine Ämter verlor, emigrierte er zunächst nach Istanbul, 1939 weiter in die USA. Mehr ...

Hans Pollnow (Königsberg 1902–1943 Mauthausen) begann 1920 Philosophie und Medizin zu studieren, zunächst in München, dann in Heidelberg, wo er das Seminar von Karl Jaspers besuchte. Ostern 1923 bestand er die ärztliche Vorprüfung. An der Albertus-Universität Königsberg beendete Hans Pollnow zunächst sein Philosophiestudium. Gerade 23jährig promovierte er 1925 mit einer Dissertation zum Thema "Beiträge zur Geschichte und Logik der Ausdrucksdeutung" zum Dr. phil. Im Sommer 1926 bestand Hans Pollnow das medizinische Staatsexamen. Danach übersiedelte er nach Berlin. Mehr ...

Herta Seidemann wurde 1900 in Breslau geboren. Das Abitur bestand sie auf dem Mädchengymnasium 1918 mit Auszeichnung. Obwohl sie sich stark für Philosophie, Geschichte und Architektur interessierte, studierte Seidemann Medizin in ihrer Heimatstadt. Für die klinischen Semester entschied sie sich für die Psychiatrie unter dem Westphal-Schüler Robert Wollenberg, der Seidemann zur analytischen Ausbildung angeregt haben soll. Bei ihm promovierte sie 1925 mit einer "Zusammenstellung von Methoden, Merkfähigkeitsstörungen festzustellen, bes. Gedächtnisstörungen für jüngste Ereignisse". Mehr ...

Arnold Strauss studierte Medizin in Freiburg, Basel und Bonn (Staatsexamen 1927). Er promovierte mit einer Arbeit über "Die akute posthämorrhagische Milzschwellung" bei Prof. Dr. R. Rössle in Basel und wurde dort bereits ab 1928 Assistent. Als Rössle 1929 nach Berlin berufen wurde, folgte Strauss ihm. Mit Einverständnis Rössles bildete er sich in der Medizinischen Poliklinik Hamburg sowie an der chemischen und bakteriologischen Abteilung fort. Im Februar 1933 schlug Rössle zum 1.4.1933 seine Ernennung zum Oberassistenten vor. Sie wurde am 23.3.1933 vom Ministerium abgelehnt. Wenige Tage später erhielt er die Kündigung von der Charité-Leitung. Mehr ...

Hermann Strauss (Heilbronn 1868–1944 Theresienstadt), Medizinstudium in Würzburg und Berlin. 1895-1906 Oberarzt in der III. Berliner Medizinischen Universitätsklinik bei Hermann Senator. Seine Untersuchungen zur Pathophysiologie der Nierenerkrankungen mit der Rest-Stickstoff-Bestimmung und weiterer Parameter waren wegweisende Beiträge zur funktionellen Nephrologie. 1902 fasste er in Die chronischen Nierenentzündungen seine Forschungsresultate zusammen. 1903 machte er erstmalig die kochsalzarme Diät als therapeutisches Prinzip bei der Niereninsuffizienz bekannt. Mehr ...

Elisabeth Wucke (Potsdam 1894–?), seit 1913 Krankenschwester an der Universitätsfrauenklinik Artilleriestrasse (heute Tucholskystrasse), wurde als SPD-Mitglied und wegen ihrer Betriebsratstätigkeit entlassen: Es sei nicht sicher, dass sie, so der Verwaltungsdirektor am 15. August 1933, "jederzeit rückhaltlos für den nationalen Staat" eintrete. Unter allen Klinikmitarbeitern waren nur vier SPD-Mitglieder, aber 14 von 98 Krankenschwestern, darunter auch die leitenden, waren bereits vor 1933 in der NSDAP. Mehr ...

Erläuterungen zur Liste der Vertriebenen der Medizinischen Fakultät der Charité

Auswahlkriterien zu dieser Liste war entweder die Zugehörigkeit im Jahre 1933 und folgenden zum Lehrkörper der Medizinischen Fakultät oder ein in dieser Zeit bestehendes Dienstverhältnis an einem ihrer Institute und Kliniken. Darauf ist zurückzuführen, dass unter Umständen früher an der Charité tätige Persönlichkeiten, die ein ähnliches Schicksal erleiden mussten, hier nicht genannt werden. Ein prominentes Beispiel wäre Rahel Hirsch (1870–1953), die bereits 1919 die Charité verließ.

Zuerst aufgeführt sind Name, Vorname, Geburtsjahr und Geburtsort sowie Sterbejahr und Sterbeort der Persönlichkeit. Dann folgen jeweils Tätigkeit und Fach, Institut, Klinik sowie das Datum und der Grund des Ausscheidens. Soweit bekannt, schließen sich Hinweise auf weitere Lebensstationen an. Fragezeichen weisen auf unvollständigen Wissensstand hin. Wenn nicht anders vermerkt, beziehen sich die Paragraphen auf das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933.

§ 3: Lehrbefugnis entzogen wegen "nicht arischer Abstammung"
§ 4: Lehrbefugnis entzogen wegen "politischer Unzuverlässigkeit",
§ 4 RBG: Lehrbefugnis entzogen nach § 4 1. Verordnung zum Reichs-Bürgergesetz. 1935 (Aberkennung der Staatsbürgerschaft)
§ 6: Entlassung nach § 6, "zur Vereinfachung der Verwaltung", bei Wegfall der Planstelle
§ 18 RHO: Lehrbefugnis entzogen nach § 18 Reichshabilitationsordnung

Liste der Vertriebenen der Medizinischen Fakultät der Charité

  • Abelsdorff, Georg: 1869, 24.12.1933, 1901 PD, 1908 a.o. Prof. 1921–1933 Augenheilkunde, 1933 § 3, Tod unter ungeklärten Umständen
  • Arnoldi, Walter: 14.10.1881, 30.1.1960 Kopenhagen, 1923 PD, 1927 a.o. Prof. Innere Medizin, 1935 § 4 RBG, bis Februar 1938 in Berlin
  • Aschheim, Selmar: 4.10.1878, 15.2.1965 Paris, 1930 Lehrauftrag, 1931 Honorarprof. Gynäkologie und Biologie, 1935 § 4 RBG, 1937 Frankreich, 40–44 im Untergrund
  • Bendix, Bernhard: 27.5.1863, 1943 Kairo, 1901 PD, 1921 a.o. Prof. Pädiatrie, 14.09.1933 § 3, 1933 Ägypten
  • Bergmann, Ernst W.: PD, 26.4.1896, 17.6.1977 New York, 1931 PD Orthopädische Chirurgie, 1935 § 4 RBG, bis Februar 1938 in Berlin, 1938/1941 USA
  • Berliner, Max: 26.7.1888 Lissa, ?, 1925 PD, 1930 a.o. Prof. Innere Medizin, 1935 § 4 RBG, vermutlich emigriert
  • Bermann, Käthe: medizisch-technische Assistentin, Zahnärztliches Institut, 30.9.1933 Kündigung § 3
  • Biniossek, Alvine: 13.2.1885 Seitendorf, ?, Reinigungsfrau am Pharmakologischen Institut, 1908–1933 Sozialdemokratin, 20.9.1933 § 4, trotz Einsatz des Institutsdirektors für sie
  • Birnbaum, Karl: 20.8.1878 Schweidnitz, 31.3.1950 Philadelphia, 1923 PD, 1927 a.o. Prof. Psychiatrie, 5.9.1933 § 3, 1939 USA
  • Blumenfeldt, Ernst: 15.3.1887 Berlin, ?, 1923 PD, 1928 a.o. Prof. Innere Medizin, 26.9.1933 § 3, vermutlich emigriert
  • Blumenthal, Ferdinand: 5.6.1870 Berlin, 6.7.1941 Riga, 1899 PD, 1929 a.o. Prof. Innere Medizin und Krebsforschung, 24.9.1933 § 3, 1933 Tschechoslowakei, 1939 Albanien/Jugoslawien, 1941 nach Leningrad berufen, aber von sowjetischen Behörden in Estland interniert, dort Opfer eines Bombenangriffs bei der Evakuierung
  • Blumenthal, Franz: 1.8.1878 Berlin, ?.9.1971 Ann Arbor/Michigan, USA, 1919 PD, 1922 a.o. Prof. Dermatologie, 5.9.1933 § 3, 1933 in die USA
  • Borchardt, Moritz: 6.1.1868 Berlin, 6.1.1948 Buenos Aires, 1901 PD, 1905 a.o. Prof. Chirurgie, Direktro III. Chirurgische Univ.-Klinik Moabit, 4.3.1933 § 3, 1939 nach Argentinien
  • Brühl, Gustav Ernst: 18.6.1871 Berlin, 21.11.1939 Berlin, 1903 PD, 1922 a.o. Prof. HNO-Heilkunde, 24.9.1933 § 3, bis Februar 1938 in Berlin
  • Buschke, Abraham: 27.9.1868 Nakel, 25.2.1943 Theresienstadt, 1900 PD, 1922 a.o. Prof. Dermatologie, Chefarzt Rudolf-Virchow-Krankenhaus, 28.3.1934 § 6, 1942 Theresienstadt
  • Casper, Leopold: 31.5.1859 Berlin, 16.3.1959 New York, 1892 PD, 1922 a.o. Prof. Urologie, 14.9.1933 § 3, 1941 in die USA
  • Chain, Ernst Boris: Dr., 1906, 1979 Irland, Biochemie/Physiologie Berlin, 1930–33 Mitarbeiter Chem. Abt. Pathologisches Institut, 1933 Emigration nach England, 1945 Nobelpreis für Medizin
  • Chajes, Benno: 14.11.1880 Danzig, 3.10.1938 Ascona/Schweiz, 4.4.1932 a.o. Prof. Dermatologie und Hygiene, 22.9.1933 § 4, 1933/34 nach Palästina/Israel
  • Chargaff, Erwin: 1905–2002, Volontärassistent am Hygienischen Institut, 1933 entlassen, Emigration nach Frankreich, USA
  • Citron, Julius: 26.10.1878 Berlin, 1918 PD, 1919 a.o. Prof. Innere Medizin, 25.9.1933 § 3, 1943 nach Palästina
  • Cohn, Konrad: 24.2.1866, 1938?, 1919 Lehrauftrag Zahnheilkunde, 12.5.1933 entlassen
  • Doljanski, Leonid: 1900, 1948 Jerusalem, Pathologisches Institut, 1933 von Gestapo ausgewiesen
  • Dresel, Kurt: 25.5.1892 Berlin, 31.10.1951 New York, 1923 PD, 1927 a.o. Prof. Innere Medizin, 1935 § 4 RBG, 1938 in die USA
  • Edelstein, Ludwig: 23.4.1902 Berlin, 16.8.1965 New York, 1932 Lehrauftrag Klassische Philologie, Geschichte der Medizin, 1.9.1933 § 3, 1934 über Italien in die USA, Prof. Geschichte der Medizin
  • Ehrmann, Rudolf: 4.2.1879 Allenstedt/Hanau, 21.12.1963 Berkeley/Kalifornien, USA, 1912 PD, 1915 a.o. Prof. Innere Medizin Neukölln, 19.10.1935 § 4 RBG, bis Februar 1938 in Berlin
  • Eiben, Otto: Zahnarzt, langjährig am Zahnärztlichen Institut, 30.6.1936 Pensionierung, Dienstverhältnis nicht verlängert, politisch unliebsam
  • Eisenberg, Kurt W.: Assistent, 1899 Hygienisches Institut 1933 gekündigt
  • Ellinger, Friedrich Phillipp: PD, 17.9.1900 Königsberg, 1962, 1932 PD Strahlenforschung, 1.9.1933 § 3, 1936 Dänemark, 1938 in die USA
  • Engel, Werner: 1901, ? , Mitarbeiter Pathologisches Institut 1933
  • Erdmann, Rhoda: 5.12.1870 Hersfeld, 23.8.35 Berlin, 1920 PD Zoologie/Prof. Protistenkunde, 1923 Umhabilitation Medizinische Fakultät, 1929 b. a.o. Prof. Krebsforschung, 10.2.1934 § 6
  • Ettisch, Georg: 8.1.1890 Posen, ?, 1930 PD Physiologie, Juni 1934 gekündigt, 1936 Portugal
  • Feldberg, Wilhelm: PD, 19.11.1900 Berlin, 23.10.1993 London, 1930 PD Physiologie, 2.9.1933 § 3, 1933 Großbritannien, 1935 Australien, 1938 Großbritannien
  • Finkelstein, Heinrich: 31.7.1865 Leipzig, 28.1.1942 Santiago de Chile, 1899 PD Kinderheilkunde, 1935 § 4 RBG, 1939 Chile
  • Fischgold, ?: wiss. Mitarbeiter Pathologisches Institut 1933
  • Fleischman, Paul S.: 23.7.1879 Fürth, 1957, 1911 PD, 1913 a.o. Prof. Innere Medizin, 1935 § 4 RBG, 1936 Großbritannien, Palästina?, Großbritannien?
  • Fränkel, Ernst M.: 20.6.1886 Oberglogau, 1948, 1926 PD, 1930 a.o. Prof. Innere Medizin, 5.9.1933 § 3, 1933 Großbritannien, Südafrika, Großbritannien?
  • Fraenckel, Paul: 14.6.1874 Neapel, 1941 Berlin, evangelische Konfession, 1909 PD, 1914 a.o. Prof. Gerichtliche Medizin, 19.10.1935 § 4 RBG, nicht emigriert, vergiftete sich kurz vor Inkrafttreten der Verordnung, die zum Tragen des Judensterns verpflichtete
  • Freudenberg, Karl: 11.10.1892 Berlin, 1966 Berlin, 1928 PD Hygiene und Medizinstatistik, 1935 § 4 RBG, 1939 Niederlande, 1947 zurück nach Deutschland
  • Freund, Richard: 1.8.1878 Breslau, 21.9.1942 Berlin, 1909 a.o. Prof. Gynäkologie und Geburtshilfe, 14.9.1933 § 3, Suizid in Berlin nach Einsetzen der Deportationen
  • Freund, Rudolf: 23.8.1896 Bresau, 1932 PD Innere Medizin und Tropenkrankheiten, 10.2.1936 § 18 RHO, 1934? Niederlande, 1935 Palästina
  • Friedemann, Ulrich: 7.5.1877 Berlin, 1949, 1908 PD, 1920 a.o. Prof. Infektionskrankheiten, 25.9.1933 § 3, 1933 Großbritannien, 1936 USA
  • Friedenthal, Hans W. K.: 9.7.1870 Breslau-Schleitnig, 1942, konfessionslos, zeitweise SPD, 1901 PD, 1916 a.o. Prof. Physiologie und Anthropologie, 18.9.1933 § 3, nicht emigriert, Suizid wegen drohender Deportation
  • Friedländer, Hans: 27.8.1888 Berlin, 1930 PD Psychologie, 1.6.1935 Lehrbefugnis entzogen
  • Friedmann, Ernst Joseph: 2.8.1877 Berlin, 1956, 1906 PD, 1907 PD Berlin, 1921 a.o. Prof. Physiologie, Mai 1934 "freiwilliges Ausscheiden", 1932/33 SU, 1933 Cambridge/GB
  • Friedmann, Friedrich Franz: 26.10.1876 Berlin, 1953, 1919 a.o. Prof. Tuberkulosebekämpfung, Innere Medizin, 2.9.1933 § 3, ca. 1939 Monaco bzw. Frankreich
  • Gerlach, Walter: Arzt, I. Chirurgische Klinik, § 3
  • Goldmann, Franz: 2.1.1895 Elberfeld, 1970, 6.12.1932 PD Hygiene, 1.9.1933 § 4, 1933 Schweiz, China, 1935 Deutsches Reich, 1937 USA
  • Goldscheider, Alfred: 4.8.1858 Sommerfeld/Frankfurt (O.), 10.4.1935 Berlin, 1891 PD, 1898 a.o. Prof. Innere Medizin, 1919–1926 o. Prof. III. Medizinische Poliklinik/Klinik em., musste im Oktober 1933 Leitung der Poliklinik niederlegen
  • Goldstein, Kurt: 6.11.1878 Kattowitz, 19.9.1965 New York, 1933 Honorarprof. Neurologie, 14.9.1933 § 3, 1933 Niederlande, 1934 USA
  • Gottstein, Werner K.: 5.1.1894 Berlin, 21.11.1959 Chicago, USA, 1928 PD Kinderheilkunde, Charlottenburg, 22.9.1933 § 3, 1938 Dänemark, London, USA
  • Grassheim, Kurt: 12.2.1897 Berlin, 1929 PD Innere Medizin, 1935 § 4 RBG, bis Februar 1938 in Berlin
  • Groscurth, Georg: 27.12.1904 Unterhaun/Kassel, 8.5.1944 Brandenburg-Görden, 1940 PD, Oberarzt Innere Medizin Robert-Koch-Krankenhaus, führendes Mitglied in der Widerstandsgruppe Europäische Union, hingerichtet
  • Grotjahn, Etelka (geb. Groß): Dr. med., 24.9.1904 München, Januar 1933 Volontärärztin I. Univ.-Frauenklinik, Juni 1933 Entlassung § 3, 1936 mit Ehemann Martin Grotjahn und Sohn in die USA
  • Guggenheimer, Hans: 3.7.1886 Nürnberg, 1918 PD, 1922 a.o. Prof. Innere Medizin, Medizinische Uniklinik, 1935 § 4 RBG, März 1939 Stockholm
  • Gutmann, Adolf: 25.10.1876 Vietz/Brandenburg, 10.12.1960 Santiago de Chile, 1911 PD, 1921 a.o. Prof. Augenheilkunde, 1935 § 4 RBG, 1939 Chile
  • Hahn, Helmut: 1.1.1897 Hamburg, ?, 1928 PD Innere Medizin, 29.10.1938 verzichtet
  • Hahn, Martin: 1865, 4.11.1934, 1895 PD München, 1901 a.o. Prof. Hygiene, 1922–33 Berlin o. Prof. Hygiene, Ende September 1933 entpflichtet
  • Haike, Heinrich: 13.10.1864 Schwerin, 6.3.1934 Berlin, 1906 PD, 1921 a.o. Prof. HNO-Heilkunde, 14.9.1933 § 3
  • Halberstaedter, Ludwig: 9.12.1876 Beuthen, 20.4.1949 New York (Forschungsbesuch), 1922 PD, 1926 a.o. Prof. Dermatologie und Strahlentherapie, 23.11.1933 § 3, 1933 nach Palästina
  • Hamburger, Richard: 6.8.1884 Warschau, 31.7.1940 London, 1923 PD, 1927 a.o. Prof. Kinderheilkunde, Kündigung, 21.11.1933 § 3, 1933 London, Großbritannien
  • Henius, Kurt: 30.4.1882 Thorn, 1947, 1927 PD, 1930 a.o. Prof. Innere Medizin, 1935 § 4 RBG, bis Februar 1938 in Berlin
  • Hertz, Mathilde: 14.1.1891 Bonn, 20.11.1975 Cambridge, 1930 PD Vergleichende Psychologie und Sinnesphysiologie, 2.9.1933 Lehrbefugnis entzogen
  • Herxheimer, Herbert: 11.12.1894 Mainz, 1985, 1926 PD, 13.5.1932 a.o. Prof. Innere Medizin, 1935 § 4 RBG, 1938 GB, 1956 zurück nach Berlin/West
  • Herzberg, Alexander: 10.1.1887 Sobbowitz bei Danzig, 1929 PD Medizin Psychologie, 22.9.1933 § 4, ca. 1937/38 emigriert
  • Herzfeld, Ernst: 24.2.1880 Berlin, 19.10.1944 Auschwitz, 1926 PD, 20.6.1932 a.o. Prof. Innere Medizin, III. Medizinische Klinik, 19.10.1935 § 4 RBG, 1936 Entzug Lehrbefugnis, Mai 1943 Deportation Theresienstadt, Auschwitz
  • Heydemann, Hans: 1898, ?, Assistent der Orthopädischen Klinik
  • Heymann, Bruno: 1.7.1871 Breslau, 8.5.1943 Berlin, 1910 PD, 1914 a.o. Prof. Hygiene und Bakteriologie, 31.12.1935 Ruhestand § 4 RBG, Verhaftung zum "Alterstransport" 1943, Tod im Jüdischen Krankenhaus
  • Heymann, Emil: 15.4.1878 Altona, 11.1.1936 Berlin Suizid, evangelische Konfession, 1928 PD, 1929 a.o. Prof. Chirurgie, Chefarzt Chirurgische Abteilung Augusta Hospital, 19.10.1935 § 4 RBG, 1935 als "Nicht-Arier" beurlaubt
  • Himmelweit, Fred: Volontärassistent, Hygienisches Institut 1933 gekündigt
  • Hirsch, Julius: 16.1.1892 Hannover, 1963, 1925 PD, 1929 a.o. Prof. Hygiene, 29.3.1935 § 18 RHO, 1933 Istanbul/Türkei, 1948 Schweiz
  • Hirschfeld, Felix: 6.9.1863 Militsch/Schlesien, 1938, 1893 PD, 1921 a.o. Prof. Innere Medizin, 14.09.1933 § 3, bis Februar 1938 in Berlin
  • Hirschfeld, Hans: 20.3.1873 Berlin, 26.8.1944 Theresienstadt, evangelische Konfession, 1918 PD, 1922 a.o. Prof. Innere Medizin, Leiter der Poliklinik, Hämatologie Institut für Krebsforschung, 11.9.1933 § 3, 30.10.1942 Deportation Theresienstadt
  • Israel, Arthur: 25.4.1883 Berlin, 1969, 1923 PD, 1928 a.o. Prof. Chirurgie, 1934 Jüdisches Krankenhaus Hamburg, 1935 § 4 RBG, 1940–1959 New York/USA, 1959 Rückkehr München
  • Israel, Wilhelm James: 4.12.1881 Berlin, 1959, 1927 PD Chirurgie/Urologie, 1935 § 4 RBG, um 1933/35? GB
  • Jacobsohn-Lask, Ludwig: 2.3.1863 Bromberg/Posen, 17.5.1940 Sewastopol/UdSSR, 1900–33? PD Psychiatrie und Nervenkrankheiten, 1933 entlassen?, um 1935/36 emigriert in die SU
  • Joseph, Eugen: 26.4.1879 Landeck/Schlesien, 24.12.1933 Berlin, 1910 PD, 1921 a.o. Prof. Urologie und Chirurgie, Leiter Abteilung urologische Chirurgie Ziegelstraße, 4.9.1933 § 3, erschoss sich
  • Josephs, ?: Arzt, I. Chirurgische Klinik, § 3?
  • Jossmann, Paul: 31.10.1891 Breslau, 1978, 1929 PD Psychiatrie und Nervenheilkunde, 1935 § 4 RBG, um 1938/39 USA
  • Jost, Johannes: 8.5.1872 Berlin, 1921 PD Tierärztliche Bildungsstätte, 1921 Lektor Landwirtschaftliche Hochschule, 1928 Lehrauftrag Pathologie, Hygiene und Dermatologie, 16.11.1935 Lehrbefugnis entzogen
  • Kalmar, Gertrud: Krankenschwester, 1927 I. Universitätsfrauenklinik, August 1933 § 3
  • Kantorowicz (Gordon), Miron: Bibliothekar, Staatswissenschaften, 1895 Minsk, 1929 Sozialhygienisches Seminar, 1933 entlassen, 1934 England, 1938 USA, u.a. New York
  • Karger, Paul: 14.2.1892 Berlin, 1976 Toronto, 1925 PD, 1930 a.o. Prof. Kinderheilkunde, 1935 § 4 RBG, 1937 Kanada
  • Kisch, Eugen: 7.5.1885 Gablonz/Böhmen, 1969, 1919 PD, 1922 a.o. Prof. Chirurgie, Ziegelstraße, 4.9.1933 § 3, 1933 New York/USA, Brasilien?
  • Klein, Paul: 15.5.1892 Fulnek/Mähren, 1928 PD Gynäkologie und Geburtshilfe, 1933 Lehrbefugnis entzogen
  • Kleinmann, Hans: 28.9.1895 Berlin, 1928 PD Physiologie und Pathologische Chemie, 2.9.1933 § 3, 1933 Frankreich, 1935 USA
  • Klemperer, Georg: 10.5.1865 Landsberg/Warthe, 25.12.1946 Cambridge/Boston/USA, 1889 PD, 1905 a.o. Prof. Innere Medizin, 4.5.1933 § 3, 1936 USA
  • Kobrak, Franz: 3.6.1879 Breslau, 22.4.1955 Berlin, 1921 PD, 1926 a.o. Prof. HNO-Heilkunde, 1933 § 3, 1938 London, USA, Schweden, Berlin
  • Kosterlitz, Hans: 27.4.1903 Berlin, 26.10.1996 Aberdeen, Assistenzarzt, 1. Medizinische Klinik, § 3, 1934 Schottland/Großbritannien, dort in Aberdeen 1934 bis 1968 Assistent, Lecturer Department of Physiology, 1968 bis 1973 Professor und Director Department of Pharmacology
  • Kramer, Franz: 24.4.1878 Breslau, 1967, 1912 PD, 1921 a.o. Prof. Psychiatrie und Neurologie, 23.11.1933 § 3, bis Februar 1938 in Berlin, dann Schweiz und Utrecht/Niederlande
  • Kraus, Paul: 1904, 1944, PD und Assistent am Institut für Geschichte der Medizin un Naturwissenschaften, Entlassung 30.6.1933, Paris
  • Krayer, Otto Hermann: 22.10.1899 Köndringen/Baden, 18.3.1982 Tucson/USA, 1929 PD, 1931 a.o. Prof. Pharmakologie und Toxikologie, 1935 § 18 RHO, 1933 GB, 1935 Libanon, 1937 USA
  • Kronfeld, Arthur: 9.1.1886 Berlin, 16.10.1941 Moskau, französisch-reformierte Konfession, 1927 PD, 1931 a.o. Prof. Psychiatrie, 1926 Privatpraxis Nervenarzt, SPD, 1.2.1935 § 18 RHO, 1936 Sowjetunion, Suizid mit Ehefrau nach Beginn der deutschen Offensive auf Moskau
  • Kronthal, Heinz: 1906, 1942?, Mitarbeiter am Pathologischen Institut, 1933 entlassen, 1942 nach Auschwitz deportiert
  • Krov (Kroó), Hugo: 26.11.1888 Mukacevo/Ungarn, 1953, 1929 PD Experimentelle Therapie, 1935 gestrichen, um 1933/34 Spanien
  • Kuczynski, Max H.: 2.2.1890 Berlin, 1921 PD, 1923 a.o. Prof. Experimentelle Pathologie, 1933 § 3, 1933 Frankreich, Peru
  • Kugelmann, Bernhard: 1.4.1900, 1930 PD Innere Medizin, 2.9.1933 § 3, um 1933/34 emigriert?
  • Landau, Hans: 27.10.1892 Berlin, 1922 PD, 1928 a.o. Prof. Chirurgie, 9.9.1933 § 3, 1935 Großbritannien, USA?
  • Langstein, Leopold: 13.4.1876 Wien, 7.6.1933 Berlin, Tod kurz vor der Entlassung aus dem Amt, 1908 PD, 1911 a.o. Prof. Kinderheilkunde, Kaiserin-Auguste-Viktoria-Krankenhaus
  • Lazarus, Paul: 14.10.1873 Czernowitz, 6.10.1957 Locarno, 1903 PD, 1921 a.o. Prof. Innere Medizin, 14.9.1933 § 3, bis Februar 1938 in Berlin, Schweiz
  • Levinsohn, Georg: 18.6.1867 Lyck, 1935, 1904 PD, 1921 a.o. Prof. Augenheilkunde, 14.9.1933 § 3
  • Lewin, Kurt: 09.09.1890 Mogilno/Posen, 12.2.1947 Newton, USA, 1921 PD, 1927 a.o. Prof. Philosophie und Psychologie, 1935 Lehrbefugnis entzogen
  • Lewy, Fritz H./Frederick H. Lewey: 28.1.1885 Berlin, 1950, 1921 PD, 1923 a.o. Prof. Physiologie und Pathologie des Nervensystems, 3.2.1934 § 6, 1934 USA
  • Lichtenberg, Alexander von: 20.1.1880 Budapest, 1948, 1921 a.o. Prof. Chirurgie/Urologie, 1935 § 4 RBG, 1936 Ungarn, 1938 Mexiko
  • Liepmann, Wilhelm: 5.12.1878 Danzig, 1939, 1907 PD, 1921 a.o. Prof. Gynäkologie und Geburtshilfe, 3.5.1933 § 6, 1933 Türkei
  • Lipmann, Otto: 6.3.1880, 7.10.1933, Neubabelsberg, 1932 Lehrauftrag Psychologie der Arbeit, den er aus politischen Gründen nicht wahrnehmen konnte, 2.9.1933 § 3, als SA-Studenten sein Institut verwüsteten, setzte er seinem Leben selbst ein Ende
  • Lippmann, Heinrich: 3.6.1881 Berlin, 1915 PD, 1921 a.o. Prof. Innere Medizin, 14.9.1933 § 3, bis Februar 1938 in Berlin, USA?
  • Lipschütz, Konrad: Oberassistent, 1878–1935 Zahnärztliches Institut, 31.3.1935 § 3
  • Loeb, Leo/Laurence Farmer: 13.7.1895 Montgomery, USA, 1928 PD Innere Medizin, 21.9.1933 § 3, zwischen 1933 und 37 emigriert?
  • Loewy, Adolf: 29.6.1862 Berlin, 25./26.12.1937 Davos, 1895 PD, 1917 a.o. Prof. Anatomie und Physiologie, 24.9.1933 § 3, seit 1922 Davos/Schweiz
  • Magnus-Levy, Adolf: 9.9.1865 Berlin, 1955 New York, 1902 PD, 1921 a.o. Prof. Innere Medizin, 8.9.1933 § 3, nach 1938 USA
  • Marcus, Max: 30.10.1892 Rees, 1983, 1932 PD Chirurgie, 14.3.1934 § 6, 1933 Libanon, 1934 Palästina
  • Mannheim, Hans: planmäßger Assistent, 15.6.1900, 1972, 1.5.1931 I. Chirurgische Klinik, 15.5.1933 Beurlaubung, 29.6.1933 Kündigung § 3, 1939 England, 1940 New York
  • Marx, Hellmut: 04.05.1901, 1934 PD Innere Medizin, 1938 auf Lehrbefugnis verzichtet
  • Meyer, Fritz H.: 18.3.1875 Berlin, 17.5.1953 Springfield, USA, 1908 PD, 1921 a.o. Prof. Spezielle Pathologie und Therapie, 24.11.1934 § 4, 1936 in die USA
  • Meyer, Ludwig F.: 23.5.1879 Wiesbaden, 19.9.1954 Tel Aviv, 1913 PD, 1922 a.o. Prof. Kinderheilkunde, 19.10.1935 § 4 RBG, 1935 Palästina
  • Meyer, Robert O.: 11.1.1864 Hannover, 12.12.1947 Minneapolis/USA, 1932 Honorarprof. Gynäkologie und Histologie, 1935 ausgeschieden, nach 1938 USA
  • Michaelis, Leonor: 16.01.1875, 1949 USA, 1904 PD, 1921 a.o. Prof. Innere Medizin und Physikalische Chemie, 12.3.1933 § 6, seit 1922 in Japan, 1926 USA
  • Michaelis, Max: 1869, 28.4.1933, 1898 PD, 1921 a.o. Prof. Innere Medizin, Tod unter ungeklärten Umständen vor Entlassung
  • Mislowitzer, Ernst: 20.1.1895 Schneidemühl, 1985, 1925 PD, 1931 a.o. Prof. Physiologie, 9.4.1935 § 18 RHO, 1933/34 nach Jugoslawien
  • Mosler, Ernst: 7.7.1882 Berlin, 1922 PD, 1926 a.o. Prof. Innere Medizin, 5.9.1933 § 3, bis Februar 1938 in Berlin
  • Müller, Franz: 31.12.1871 Berlin, 1902 PD, 1912 a.o. Prof. Pharmakologie, 14.9.1933 § 3, von ca. 1935–37 emigriert? Brasilien?
  • Münzesheimer, Fritz: 10.1.1895 Karlsruhe, 1938 (1955?), 1928 PD Zahnheilkunde, 19.10.1935 § 4 RBG, ca. 1933/34 Großbritannien
  • Neuberg, Carl: 29.7.1877 Hannover, 30.5.1956 New York, 1903 PD, 1914 Landwirtschaftliche Hochschule, 1922 1919 Honorarprof. Biochemie, 28.3.1934 Lehrbefugnis entzogen, 1939 Amsterdam, Jerusalem, New York
  • Nicolaier, Arthur: 4.2.1862 Cosel/Schlesien, 29.8.1942, konfessionslos, 1901 PD, 1921 a.o. Prof. Innere Medizin, 14.9.1933 § 3, nicht emigriert, Suizid angesichts der bevorstehenden Deportation
  • Nissen, Rudolf: 9.9.1895 Neisse, 22.1.1981 Riehen/Basel, 1927 PD, 1930 a.o. Prof. Chirurgie, 15.7.1935 § 18 RHO, 1933 Türkei, 1939 USA, 1952 Schweiz
  • Olsen, Otto: 24.02.1892 Altona, 1922 PD, 1926 a.o. Prof. Bakteriologie und Hygiene, 5.2.1936 § 18 RHO, seit 1925 nach Genf zum Völkerbund beurlaubt
  • Orgler, Arnold: 2.12.1874 Posen, 13.9.1957 London, 1917 PD, 1924 a.o. Prof. Kinderheilkunde, 21.9.1933 § 3, 1939 Großbritannien
  • Picard, Hugo: 15.12.1888 Konstanz, 1926 PD, 1930 a.o. Prof. Chirurgie, 21.9.1933 § 3, 1934 Ägypten
  • Pick, Ludwig: 31.8.1868 Landsberg/Warthe, 3.2.1944 Theresienstadt, 1899 PD, 1920–1929 DDP, 1921 Honorarprof. Pathologische Anatomie, Prosektor Pathologie Städtisches Krankenhaus Friedrichshain, 19.10.1935 § 4 RBG, 1943 Deportation nach Theresienstadt, Tod an Pneumonie
  • Pinkus, Felix: 4.4.1868 Berlin, 19.11.1947 Monroe/Michigan/USA, 1908 PD, 1921 a.o. Prof. Dermatologie, 14.9.1933 § 3, 1941 USA
  • Plesch, Johannes/Janos: 18.11.1878 Budapest–1957, 1912 PD, 1921 a.o. Prof. Innere Medizin, 24.11.1933 § 3, nach 1934 Großbritannien
  • Pribram, Bruno Oskar: 11.6.1887 Prag, 1922 PD, 1928 a.o. Prof. Chirurgie, 24.11.1933 § 3, bis Februar 1938 in Berlin
  • Pringsheim, Hans: 31.12.1876 Oppeln, 20.10.1940 Genf, 1911 PD, 1921 a.o. Prof. Biochemie, 14.9.1933 Lehrbefugnis entzogen
  • Richter, Paul Friedrich: 16.7.1868 Beuthen, 1934 Berlin, 1902 PD, 1921 a.o. Prof. Innere Medizin, 14.9.1933 § 3
  • Rieffert, Johann Baptist: 5.10.1883 Köln, 1919 PD, 1926 a.o. 1934 Prof. Psychologie, 9.8.1937 entlassen
  • Röthig, Paul: 24.4.1874 Berlin, 1940 (1942)? Berlin, 1930 Honorarprof. Vergleichende Hirnforschung, 4.9.1933 § 3, bis Februar 1938 in Berlin
  • Rona, Péter: 3.5.1871 Budapest, 1940 o. 3/1945 Budapest, 1905 PD, Tierärztliche Hochschule, 1920 PD Univ., 1921 a.o. Prof. Medizin Chemie, 2.9.1933 § 3, 1937/38 Ägypten, 1938 Ungarn; Suizid oder nach anderer Version: 1940 Budapest von ungarischen Antisemiten erschossen
  • Rosenberg, Max: 15.2.1887 Berlin, 25.8.1943 Alexandria, 1922 PD, 1927 a.o. Prof. Innere Medizin, 1935 Lehrbefugnis entzogen
  • Rosenheim, Theodor: 3.9.1860 Bromberg, 1939, 1889 PD, 1921 a.o. Prof. Innere Medizin, 24.10.1933 Lehrbefugnis entzogen aufgrund von § 67a der Satzung der Medizinischen Fakultät, Tod unter ungeklärten Umständen
  • Rosenow, Georg: 6.9.1886 Berlin, 1985, 1932 a.o. Prof. Innere Medizin, 08.09.1933 § 3, 1936 Irak, 1939 USA
  • Rosin, Heinrich: 28.8.1863 Berlin, 23.10.1934 Berlin, 1896 PD, 1921 Prof. Innere Medizin, 14.9.1933 § 3, Tod unter ungeklärten Umständen
  • Salomon, Albert: 26.1.1883 Berlin, 1976, 1921 PD, 1927 a.o. Prof. Chirurgie, 8.9.1933 § 3, 1939 in die Niederlande überlebte um Untergrund
  • Sauer, Hans von: Arzt, wissenschaftliche Hilfskraft, 1903 Boston/USA?, I. Chirurgische Klinik, § 3, 1933 Boston/USA
  • Scherer, Hans-Joachim: 1906 Bromberg, 1945 Landshut, Mitarbeiter Pathologisches Institut, 1933 Belgien, nach Rückkehr 1941 in Breslau neuropathologische Untersuchungen im Rahmen der "Euthanasie-Aktion" an getöteten Kindern
  • Schiff, Erwin: 22.9.1891 Bihar-Dioszeg/Ungarn, 20.6.1971 München, 1921 PD, 1925 a.o. Prof. Kinderheilkunde., 25.9.1933 § 3, 1938 USA, 1956 zurück München
  • Schiff, Fritz: 23.2.1889 Berlin, 1940 New York, 1930 PD Bakteriologie und Hygiene, Krankenhaus Friedrichshain, 1935 § 4 RBG, 1936 bis 1940 Director Department Bakteriology/Serology Beth Israel Hospital New York, USA
  • Schiff, Sally: Mitarbeiter, 1868 Chemiker im Physikalischen Labor des Zahnärztliches Instituts, 30.9.1933 Kündigung § 3
  • Schück-Breslauer, Franz: 24.10.1888 Breslau, 1958, 1918 PD, 1922 a.o. Prof. Chirurgie, 1935 Lehrbefugnis entzogen, New York, praktizierender Arzt, 1957 Ruf nach Berlin
  • Schuster, Paul: 1.9.1867 Köln, 1903 PD, 1921 a.o. Prof. Neurologie, 24.09.1933 § 3, nach 1938 Großbritannien
  • Schweitzer, Georg: Zahnarzt, 1872–1939, 1.6.1907 am Zahnärztlichen Institut, 31.8.1935 Dienstverhältnis nicht verlängert, politisch unliebsam
  • Seelig, Siegfried F.: 6.11.1899 Thor, ?, 1931 PD Innere Medizin, 1937 ausgeschieden, 1933 Indien, 1936 GB
  • Simons, Albert: 22.4.1894 Olfen/Westfalen, 1955 Tel Aviv, 1929 PD Strahlenforschung, 08.9.1933 § 3, 1938 Palästina
  • Simons, Arthur: 11.10.1877 Düsseldorf, 1942, 1921 PD, 1923 a.o. Prof. Neurologie, 6.9.1933 § 3, bis Februar 1938 in Berlin, Oktober 1942 "nach Osten deportiert", verschollen in Reval/Tötungsstätte Raasiku
  • Sternberg, Wilhelm: ?, Hilfsarzt an der Psychiatrischen Klinik
  • Strassmann, Erwin O.: 14.7.1895 Berlin, 1972, 1932 PD Geburtshilfe und Gynäkologie, 19.10.1935 § 4 RBG, 1936 USA
  • Strassmann, Fritz: 1858, 30.1.1940 Berlin, 1889 PD, 1921 o. Prof. Gerichtliche Medizin, 1935 möglicherweise § 4 RBG, Tod unter ungeklärten Umständen
  • Strassmann, Paul F.: 23.10.1866 Berlin, 15.8.1938 Gstaad, Schweiz, evangelische Konfession, 1897 PD, 1918 a.o. Prof. Geburtshilfe und Gynäkologie, Leiter priv. Frauenklinik, 19.10.1935 § 4 RBG, 1938 zu Besuch Schweiz
  • Straus, Erwin: 11.10.1891 Frankfurt/M., 1975, 1927 PD, 1931 a.o. Prof. Psychiatrie und Neurologie, 1935 § 4 RBG, 1938 USA, 1958 und 61/62 Prof. BRD
  • Strauss, Arnold Ferdinand: 9.9.1902 Barmen, 6.11.1965 Norfolk, Virginia/USA, 1929 Assistenzarzt Pathologisches Institut der Charité, zum 30. Juni 1933 Entlassung wegen "nichtarischer Abstammung", Emigration 1933 Niederlande, 1934 Italien, 1935 USA, ab 1936–1965 Chefpathologe am DePaul Hospital in Norfolk, Virginia
  • Strauss, Hermann: 28.4.1868 Heilbronn, 17.10.1944 Theresienstadt, 1897 PD, DDP, 1921 a.o. Prof. Innere Medizin, Direktor Innere Abteilung Jüdisches Krankenhaus, 14.9.1933 § 3, Juli 1942 Deportation Theresienstadt
  • Strauss, Walter: 11.1.1895 Berlin, 1926 PD, 1931 a.o. Prof. Bakteriologie und Hygiene, 8.9.1933 § 3, 1934/37 Palästina
  • Stroebe, Fritz: 22.5.1895 Hannover, 1930 PD, 1935 a.o. Prof. Innere Medizin, 10.12.1942 entlassen
  • Trebitsch, Fritz: Assistent, 1897 Zahnärztliches Institut Entlassung, § 3
  • Ucko, Hans: 19.1.1900 Dresden, 1930 PD Innere Medizin, 2.9.1933 § 3, 1933 Frankreich, 1935 Großbritannien 1941? USA?
  • Ungar, Henry: 1906, ?, Mitarbeiter Pathologisches Institut, 1933
  • Velden, Reinhard W. A. von den: 15.12.1880 Straßburg, 1941, 1919 PD, 1921 a.o. Prof. Innere Medizin und Pharmakologie, 23.12.1936 verzichtet auf Vorlesungsberechtigung
  • Wámoscher, László: 7.9.1901 Zombor/Ungarn, 14.8.1934 Schweiz Suizid, 1929 PD Hygiene und Bakteriologie, 1933 ausgeschieden als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Hygiene-Instituts, als Freikorpsangehöriger zunächst vor Lehrbefugnis-Entzug geschützt, 4/1934 Ablehnung des Antrags auf weitere Beurlaubung als PD
  • Weissenberg, Richard: 18.3.1882/81 Breslau, 1913 PD, 1922 a.o. Prof. Biologie, 4.9.193, § 3, 1937/38 USA
  • Windisch, Fritz: 20.12.1895 Niederschönhausen, ?, 1931 PD Biochemie, 1.6.1935 Lehrbefugnis entzogen
  • Wittgenstein, Anneliese: 30.5.1890 Geibsdorf/Schlesien, 1946, 1927 PD Innere Medizin, Laborleiterin der III. Medizin Klinik, 1934 "freiwilliges Ausscheiden" wegen Erkrankung, hatte Schwierigkeiten wegen Nachweis der "arischen" Abstammung, auch weiter nachdem der Nachweis erbracht war, lebte als Ärztin in Berlin
  • Wittkower, Erich: 4.4.1899 Berlin, 1981?, 1931 PD Innere Medizin, 2.9.1933 § 3, 1933 nach Italien/Schweiz, Großbritannien, 1951 Kanada
  • Wohlgemuth, Julius: 8.3.1874 Neustadt/Westpreußen, 8.5.1948 Palästina, Jerusalem?, 1911 a.o. Prof. Pathologie, 1916–1934 Leiter chemische Abteilung Rudolf-Virchow-Krankenhaus, 1934 Jerusalem
  • Wolff, Erich K.: 12.6.1893 Berlin, 1924 PD, 1928 a.o. Prof. Allgemeine Pathologie und Anatomie, 1935 § 4 RBG, 1934 Ceylon
  • Wolff, Georg: 7.4.1886 Sangerhausen/Sachsen, 1952, 1930 PD Hygiene, 29.9.1933 § 4, 1937/38 USA
  • Wolff, Paul O.: 28.2.1894 Berlin, 18.11.1957 Genf, 1929 PD Pharmakologie, 1935 § 4 RBG, 1933 Schweiz, 1933–48 Völkerbund, 1938–49 Buenos Aires, argentinischer Staatsbürger, 1955 Honorarprof. FU Berlin, o. Prof. em. durch Bundesinnenminister
  • Wolff-Eisner, Alfred: 25.8.1877, 29.3.1948, 1922 PD, 1926 a.o. Prof. Serologie und Innere Medizin, 26.9.1933 § 3, überlebte in Theresienstadt
  • Wollheim, Ernst: 24.3.1900 Libau, Kurlund, 1981, 1929 PD Innere Medizin, 1935 § 4 RBG, nach 1938 Schweden, 1948 zurück nach Deutschland BRD: Ruf nach Berlin abgelehnt
  • Wucke, Elisabeth: Krankenschwester, 1894 Potsdam, ?, 1913 I. Universitätsfrauenklinik, 1933 Entlassung wegen SPD-Mitgliedschaft und Zugehörigkeit Betriebsrat ("marxistische" Betätigung), Wohlfahrtsunterstützung
  • Zondek, Bernhard: 29.7.1891 Wronke/Posen, 8./15.11.1966 N.Y., 1923 PD, 1926 a.o. Prof. Gynäkologie und Geburtshilfe, 5.9.1933 § 3, 1933 Schweden, 1934 Palästina
  • Zondek, Hermann: 4.9.1887 Wronke/Posen, 11.7.1979 Jerusalem, 1918 PD, 1922 a.o. Prof. Innere Medizin, 5.9.1933 § 3, 1933 Großbritannien, 1934 Palästina
  • Zondek, Samuel Georg: 25.10.1894 Wronke/Posen, 1970 Tel Aviv, 1922 PD, 1926 a.o. Prof. Innere Medizin und Pharmakologie, 19.3.1933 § 3, 1934/35? Palästina
  • Zülzer, Georg-Ludwig: 10.4.1870 Berlin, 16.10.1949 NewYork, 1932 Lehrauftrag Spezielle Therapie und Pathololgie der Infektionskrankheiten, 24.11.1933 Lehrbefugnis entzogen, von 1935/37 Emigration? in die USA

Überarbeitet nach: U. Schagen, Wer wurde vertrieben? Wie wenig wissen wir? Die Vertreibungen aus der Berliner Medizinischen Fakultät 1933 – Überblick. In: S. Schleiermacher, U. Schagen (Hg.), Die Charité im Dritten Reich. Die Indienstnahme medizinischer Wissenschaft im Nationalsozialismus, Paderborn 2008, 51–66.

Liste der Dozenten der Berliner Medizinischen Fakultät, die in unmittelbarer Folge der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik den Tod fanden

  • Abraham Buschke (1868–1943): a.o. Prof. für Dermatologie und Chefarzt am Rudolf-Virchow-Krankenhaus, wurde nach Absetzung, Entzug der Lehrbefugnis 1934, Berufsverbot, am 4. November 1942 mit seiner Frau nach Theresienstadt deportiert, wo er starb
  • Ferdinand Blumenthal (1870–1941): Oberarzt und a.o. Prof. an der I. Med. Universitätsklinik, Direktor des Inst. für Krebsforschung, Emigration über Belgrad, Tirana nach Reval/Sowjetunion, Tod bei deutschem Fliegerangriff
  • Paul Fraenckel (1874–1941): Nachfolger Fritz Strassmanns als Leiter der Gerichtlichen Medizin, vergiftete sich kurz vor Inkrafttreten der Verordnung, die das Tragen des Judensterns zur Pflicht machte
  • Richard Freund (1878–1942): Professor der Gynäkologie und Geburtshilfe an der Charité-Frauenklinik, beging Suizid in Berlin nach Einsetzen der Deportationen, nachdem ihm schon lange auch die Lehrbefugnis entzogen und er mit Berufsverbot belegt war
  • Hans Friedenthal (1870–1942): Professor der Physiologie und Anthropologie, beging Suizid vor der drohenden Deportation, nachdem ihm die Lehrbefugnis seit 1933 entzogen war
  • Georg Groscurth (1904–1944): Privatdozent und Leiter der Poliklinik der IV. Medizinischen Universitätsklinik in Berlin-Moabit, nach bisheriger Kenntnis einziges im Widerstand (Europäische Union) aktives Mitglied des Lehrkörpers der Medizinischen Fakultät, wurde am 8. Mai 1944 im Zuchthaus Brandenburg hingerichtet
  • Ernst Herzfeld (1880–1944): Professor der Inneren Medizin an der III. Medizinischen Universitätsklinik, Entzug der Lehrbefugnis 1935, wurde im Mai 1943 nach Theresienstadt deportiert und in Auschwitz ermordet
  • Emil Heymann (1878–1936): Professor der Chirurgie und Chefarzt der chirurgischen Abteilung des Augustahospitals Berlin, Entzug der Lehrbefugnis am 19. Oktober 1935, Suizid in Berlin 11. Januar 1936
  • Hans Hirschfeld (1873–1944): Professor der Inneren Medizin und Vorsteher der Poliklinik und Abt. für Histologie und Hämatologie am Institut für Krebsforschung der Charité, emigrierte nach dem Entzug der Lehrbefugnis 1934 nach Argentinien, kehrte aber wieder zurück, wurde am 30. Oktober 1942 mit seiner Ehefrau nach Theresienstadt deportiert, wo er starb
  • Eugen Joseph (1879–1933): Professor und Leiter der Abt. für urologische Chirurgie in der Chirurgischen Universitätsklinik, erschoss sich wenige Monate nach dem Entzug der Lehrbefugnis und der Absetzung am Heiligabend 1933 in seiner Berliner Wohnung, nachdem er seine Familie im Schweizer Exil in Sicherheit wusste
  • Arthur Kronfeld (1886–1941): erster mit psychotherapeutischer Qualifikation bestallter Privatdozent und Professor der Psychiatrie der Charité, eigene Praxis, Mitbegründer des Instituts für Sexualwissenschaft, aktiv politisch für die SPD, emigrierte nach Entzug der Lehrbefugnis 1935 über die Schweiz in die Sowjetunion, 1937 Direktor der Abteilung für experimentelle Pathologie und Therapie der Psychosen in Moskau, Suizid mit Ehefrau in Moskau nach Beginn der deutschen Offensive auf Moskau
  • Heinz Kronthal (1906–1942?): Mitarbeiter am Pathologischen Institut, 1933 entlassen, 1942 nach Auschwitz deportiert
  • Leopold Langstein (1867–1933): Professor der Kinderheilkunde, Direktor des Kaiserin-Auguste-Viktoria-Krankenhauses sowie Präsident der Reichsanstalt zur Bekämpfung der Säuglings- und Kleinkindersterblichkeit in Berlin, Herztod kurz vor der Entlassung aus dem Amt
  • Otto Lipmann (1880–1933): 1932 Lehrauftrag Psychologie der Arbeit, den er aus politischen Gründen nicht wahrnehmen konnte, als SA-Studenten sein Institut verwüsteten, beging er Suizid
  • Konrad Lipschitz (1878–1935): Oberassistent Prothetische Abteilung des Zahnärztlichen Instituts, Leiter der Technischen propädeutischen Kurse zum 1. Oktober 1935, erschoss sich unmittelbar danach in seiner Wohnung
  • Arthur Nicolaier (1862–1942): Professor der Inneren Medizin, Entdecker des Tetanus-Erregers, Suizid angesichts der drohenden Deportation
  • Ludwig Pick (1868–1944): Professor der Pathologie, Direktor des pathologisch-anatomischen Institutes des Krankenhauses Friedrichshain, Deportation und Tod in Theresienstadt
  • Arthur Simons (1877–1921): Professor der Neurologie, "in den Osten deportiert", in Reval verschollen
  • Hermann Strauss (1868–1944): Professor der Inneren Medizin, Direktor der Inneren Abteilung des Krankenhauses der jüdischen Gemeinde Berlin, Deportation und Tod in Theresienstadt
  • László Wámoscher (1901–1934): nach dem 1. Weltkrieg Freikorps-Angehöriger, Privatdozent der Hygiene und Bakteriologie am Institut für Hygiene der Universität, zunächst beurlaubt, vergiftete sich nach Ablehnung des Antrags auf weitere Beurlaubung in der Schweiz

Überarbeitet aus: U. Schagen, S. Schleiermacher: 1933–1945: Unter dem Hakenkreuz. In: Bleker, J.; Hess, V. (Hg.): Die Charité. Geschichte(n) eines Krankenhauses. Berlin 2010, 177/78.

Fundstücke historischer Dokumente

Abbildung: Schreiben von Max Marcus an den Dekan der Humboldt-Universität zu Berlin (Quelle: Archiv der HU Berlin)
Schreiben von Max Marcus (1892–1983) an den Dekan der Medizinischen Fakultät der Berliner Universität, Hermann Gocht (1869–1938), vom 15. März 1933 | Quelle: © HUB, UA, UK-P, M60, Bl. 40–43 (Humboldt-Universität zu Berlin, Universitätsarchiv, Universitätskurator-Personalia, M60) | (Zum Vergrößern bitte anklicken!)
Alexander von Lichtenberg (1880–1948): Entzug der Lehrbefugnis an der Universität Berlin durch den Reichs- und Preußischen Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung vom 30. Juli 1936 | Quelle: Personalakte von Lichtenberg, © Archiv HU Be
Alexander von Lichtenberg (1880–1948): Entzug der Lehrbefugnis an der Universität Berlin durch den Reichs- und Preußischen Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung vom 30. Juli 1936 | Quelle: Personalakte von Lichtenberg, © HUB, UA, UK-P, L147, (Humboldt-Universität zu Berlin, Universitätsarchiv, Universitätskurator-Personalia, L147) | (Zum Vergrößern bitte anklicken!)
Schreiben Alexander von Lichtenbergs an den Dekan der Medizinischen Fakultät der Berliner Universität, Georg Magnus (1883–1942), vom 1. September 1936, in dem er mitteilt, dass er auf die venia legendi an der Medizinischen Fakultät der Universitä
Schreiben Alexander von Lichtenbergs an den Dekan der Medizinischen Fakultät der Berliner Universität, Georg Magnus (1883–1942), vom 1. September 1936, in dem er mitteilt, dass er auf die venia legendi an der Medizinischen Fakultät der Universität Berlin verzichtet, da er nach Budapest verzogen ist. | Quelle: Personalakte von Lichtenberg, © HUB, UA, UK-P, L147, (Humboldt-Universität zu Berlin, Universitätsarchiv, Universitätskurator-Personalia, L147) | (Zum Vergrößern bitte anklicken!)

Ansprechpartner

Dr. Udo Schagen

Gastwissenschaftler Medizingeschichte

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