Auftakt-Workshop

Am 4. November 2016 fand in Kooperation mit der UdK Berlin ein Workshop zum Thema "GEDANKENGÄNGE ERINNERUNGSWEGE. Medizin in Verantwortung" statt.

Das war der Auftakt für das Auswahlverfahren zur künstlerischen Gestaltung von Orten der Information, der Erinnerung und des Gedenkens auf dem Charité Campus Mitte.

(Foto: Geländerundgang auf dem historischen Campus Charité Mitte, hier Thomas Beddies und Judith Hahn, Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin, Charité, vor der Psychiatrischen- und Nervenklinik, © Wolfgang Chodan)

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Auszug aus dem Programm-Folder zum Hintergrund des Projekts

„Wissenschaft in Verantwortung – GeDenkOrt.Charité“ ist ein interdisziplinäres Projekt der CharitéUniversitätsmedizin Berlin mit der Universität der Künste Berlin (UdK). Es richtet sich an Studierende, Ärztinnen/Ärzte, Wissenschaftler/innen und Beschäftigte in den Gesundheits- und Pflegebereichen sowie an eine interessierte Öffentlichkeit. Wir begrüßen ausdrücklich interdisziplinäre Wettbewerbsbeiträge von Gruppen aus den Bereichen Kunst, Design, Architektur und Landschaftsgestaltung.

Das Projekt thematisiert die der modernen Medizin grundsätzlich innewohnenden Gefährdungspotenziale, denen in der NS-Zeit mit der brutalen Instrumentalisierung des Menschen und den Selektionen in „hoch- und minderwertige“ Menschengruppen größte Entfaltungsmöglichkeiten gegeben waren. Das Vorhaben soll über die NS-Zeit hinaus die Debatte über Chancen und Risiken biomedizinischer Wissenschaft und Praxis in ethischer, politischer, sozialer und kultureller Perspektive ermöglichen.

Das Projekt gestaltet Orte der Information, der Erinnerung und des Gedenkens, die zugleich Orte künstlerischer Auseinandersetzung mit Gefährdungen jeder medizinischen Wissenschaft am Menschen sein sollen.

Im Zuge der Konzeption und Realisierung eines Erinnerungspfades 2016/17 lädt die Projektgruppe zu einer öffentlichen Veranstaltung ein, in der die Möglichkeiten und Grenzen der Darstellbarkeit von Gefährdungen moderner Medizin am Menschen aufgezeigt und aus medizinhistorischer, künstlerischer und erinnerungspolitischer Perspektive diskutiert werden sollen. Die Projektgruppe lädt insbesondere auch Künstler/innen dazu ein, sich im Rahmen der Veranstaltung über das inhaltliche Konzept des Erinnerungspfades, die historischen Orte der geplanten Stationen sowie das öffentliche Ausschreibungsverfahren zur künstlerischen Umsetzung des Pfades zu informieren.