Über GeDenkOrt.Charité

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin auch zu einem Ort des Gedenkens werden zu lassen, das ist das Ziel des Projekts "GeDenkOrt.Charité". Was auf dem Weg dorthin bereits erreicht wurde, verdeutlichen

  • die Meldungen und
  • die Veranstaltungen.

Unter "Team" sind die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner des Projekts aufgeführt: eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe des Instituts für Geschichte der Medizin, der Berliner Universität der Künste und des Berliner Medizinhistorischen Museums.

Sie befinden sich hier:

Was ist GeDenkOrt.Charité?

Die Charité beschäftigt sich nicht erst seit heute mit der eigenen Geschichte. Historiker und Historikerinnen sowie Wissenschaftler weiterer Disziplinen recherchieren Sachverhalte: Sie sammeln Informationen zu verstorbenen Personen, die an der Charité tätig waren, sowie zu Gebäuden und Geländen. Kurz: zu allem, was mit dem Projekt "GeDenkOrt.Charité" verknüpft ist.

Hier gelangen Sie zu den Meldungen, Veranstaltungen und Ansprechpartnern. Darüber hinaus erhalten Sie auf den Unterseiten weitere Kontaktinformationen und eine Anfahrtsbeschreibung.

Literatur und Links

Für diejenigen, die sich vertieft mit dem Thema beschäftigen wollen, haben wir Literaturempfehlungen und Verlinkungen auf thematisch weiterführende Internetseiten zusammengestellt.

Die Auswahl der Lektüreempfehlung folgt diesen Prämissen:

  • Literatur zu einzelnen Personen und Disziplinen wurde nicht berücksichtigt.
  • Wenige allgemeinere Darstellungen wurden aufgenommen, um Fakultät und Charité als Teil der Universität, des Wissenschaftsorts Berlin und der allgemeinen Indienstnahme von Gesundheitswesen und Ärzteschaft im Nationalsozialismus erfassen zu können.

Literaturempfehlungen: Berliner Medizinische Fakultät und Charité im Nationalsozialismus (Stand: November 2013)

Allgemeines und Überblicke

  • Die Charité im Dritten Reich. Hg. von Sabine Schleiermacher und Udo Schagen. Paderborn 2008.
  • " es soll das Haus die Charité heißen". Kontinuitäten, Brüche, Abbrüche sowie Neuanfänge in der 300-jährigen Geschichte der Medizinischen Fakultät (Charité) der Berliner Universität, Bd. 1, von Heinz David. Hamburg 2004.
  • 1933–1945: Unter dem Hakenkreuz von Udo Schagen und Sabine Schleiermacher. In: Johanna Bleker, Volker Hess (Hg.), Die Charité. Geschichte(n) eines Krankenhauses. Berlin 2010, S. 169–187.

"Zerstörte Vielfalt": Entlassung, Verfolgung und Vertreibung

  • Massenentlassungen und Emigration von Sven Kinas. In: Tenorth, Heinz-Elmar, Michael Grüttner (Hg.): Geschichte der Universität Unter den Linden Bd. 2: Die Berliner Universität zwischen den Weltkriegen 1918–1945. Berlin 2012, S. 325–403.
  • Hochschulpolitik im Wechsel politischer Systeme: Akteure, Zielsetzungen, Konsequenzen. Der politische Systemwechsel von 1933 und seine Auswirkungen auf die Hochschulpolitik von Johannes Vossen. In: Sabine Schleiermacher und Udo Schagen (Hg.), Wissenschaft macht Politik. Hochschule in den politischen Systembrüchen 1933 und 1945. Stuttgart 2009, S. 19–28.
  • Exodus von Wissenschaften aus Berlin. Fragestellungen – Ergebnisse – Desiderate. Entwicklungen vor und nach 1933. In: Wolfram Fischer; Hierholzer, Klaus; Hubenstorf, Michael; Walther, Peter Th.; Winau, Rolf (Hg.) Berlin; New York 1994.
  • Zwangsarbeiter- und Kriegsgefangeneneinsatz an der Berliner Universität 1933 bis 1945 von Steffen Rückl, Winfried Schultze, Karl-Heinz Noack: In: Jahr, Christoph (Hg.), Schaarschmidt, Rebecca (Mitarb.), Die Berliner Universität in der NS-Zeit. Bd. I: Strukturen und Personen. Stuttgart 2005, S. 205–225.

Leitideen der NS-Medizin

  • Rassenhygiene und Rassenanthropologie an der Universität Berlin von Sabine Schleiermacher. In: Christoph Jahr (Hg.), Rebecca Schaarschmidt (Mitarb.), Die Berliner Universität in der NS-Zeit. Band I: Strukturen und Personen. Stuttgart 2005, S. 71–88.
  • Die Belasteten: "Euthanasie" 1939–1945. Eine Gesellschaftsgeschichte von Götz Aly. Frankfurt am Main 2013
  • Alltag und Praxis der Zwangssterilisation. Die Berliner Universitätsfrauenklinik unter Walter Stoeckel 1942-1944 von Susanne Doetz. Berlin 2010.
  • Hochschulmediziner beteiligten sich an den Verbrechen des Nationalsozialismus – auch Vertreter der Charité von Udo Schagen. "Der Tagesspiegel", 14.04.2003, Sonderbeilage Humboldt-Universität.

Nach Kriegsende

  • Medizin ohne Menschlichkeit. Dokumente des Nürnberger Ärzteprozesses Hg. von Mitscherlich, Alexander; Mielke, Fred. Frankfurt a.M., zuletzt 1995.
  • Medizinische Forschung als Pseudowissenschaft. Selbstreinigungsrituale der Medizin nach dem Ärzteprozess von Sabine Schleiermacher und Udo Schagen. In: Veronika Lipphardt, Dirk Rupnow, Jens Thiel, Christina Wessely (Hrsg.), Pseudowissenschaft. Konzeptionen von Nicht-Wissenschaftlichkeit in der Wissenschafts-geschichte. Frankfurt/M. 2008, S. 251–278.
  • Institutionelle und individuelle Strategien im Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit an der Medizinischen Fakultät der Berliner Universität in den Jahren von 1945 bis 1949 von Andreas Malycha. In: Oehler-Klein, Sigrid u. Roelcke, Volker (Hg.), unter Mitarbeit von Kornelia Grundmann und Sabine Schleiermacher: Vergangenheitspolitik in der universitären Medizin nach 1945. Institutionelle und individuelle Strategien im Umgang mit dem Nationalsozialismus. Stuttgart 2007, S. 147–168.
  • Das Selbstbild Berliner medizinischer Hochschullehrer in der SBZ und ihre Verantwortung für die Universität im Nationalsozialismus von Udo Schagen. In: Oehler-Klein, Sigrid; Roelcke, Volker (Hg.), Vergangenheitspolitik in der universitären Medizin nach 1945. Institutionelle und individuelle Strategien im Umgang mit dem Nationalsozialismus. Stuttgart 2007, S. 121–144.

Ansprechpartner

Dr. Udo Schagen

Gastwissenschaftler Medizingeschichte

Prof. Dr. Sabine Schleiermacher, Mag. theol.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin Medizingeschichte